Ein Gedicht zum Sonntag: Wir waren alle gefangen

20.04.11 – 07.06.15

Wir waren alle gefangen
und konnten nichts verlieren durch das was wir taten.
Kein Entschluss wandte sich gegen vorher entstandenes Glück.

Wir befanden uns in einer Welt,
dessen Regeln bestanden und funktionierten.
Keine Revolution.
Nur der verzweifelte Versuch anders zu sein.

Die Welt wurde verschleiert,
um sie besonders zu machen.
Denn die Schönheit der Welt sahen wir nicht.

Die zauberhafte Trance war manches mal Benommenheit
und manches mal echt.
Wir waren damals einfach immer besoffen.
Und es war uns möglich eine Traurigkeit zu empfinden,
für die unsere Eltern keine Zeit hatten.

Das Leben jetzt ist ganz anders.
Die Bäume sind immer noch schön.
Doch ich sehe die Freunde von damals nicht wieder.
Das Uns befand sich nur im jeweiligen Kopf.
Beziehungen waren nicht wahr.
Nur ein Mittel sich selber zu lieben.
Und für manche sich erst lieben zu lernen.

Das Schreiben versetzt mir noch immer
Einen schwindelnden Stoß.
Doch heute sind wir alle
fähig zu handeln.

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